Kurzantwort
Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) setzt den potenziellen Gewinn ins Verhältnis zum riskierten Verlust. Bei einem CRV von 1:2 reicht schon eine Trefferquote von rund 35 bis 40 Prozent, um profitabel zu sein.
Viele Anfänger jagen einer hohen Trefferquote hinterher. Profis schauen zuerst auf das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV), das Verhältnis von potenziellem Gewinn zu riskiertem Verlust.
So wird das CRV berechnet
Riskierst du 100 € für eine Chance auf 300 €, beträgt dein CRV 1:3. Der Abstand vom Einstieg zum Stop ist dein Risiko, der Abstand zum Ziel deine Chance.
Warum das so wichtig ist
Bei einem CRV von 1:2 reicht eine Trefferquote von rund 35 bis 40 %, um profitabel zu sein. Du darfst also öfter falsch als richtig liegen und verdienst trotzdem.
Nicht „Wie oft habe ich recht?", sondern „Wie viel gewinne ich, wenn ich recht habe, gegenüber dem, was ich verliere, wenn nicht?"
Praxis-Tipp
Nimm nur Trades mit einem CRV von mindestens 1:2. Setze Ziel und Stop, bevor du einsteigst, und verschiebe das Ziel nicht aus Gier nach hinten.
Häufige Fragen
Wie berechne ich das Chance-Risiko-Verhältnis?
Du teilst die mögliche Chance durch das eingegangene Risiko: Riskierst du 100 Euro für eine Chance auf 300 Euro, beträgt dein CRV 1:3. Der Abstand zum Stop ist das Risiko, der Abstand zum Ziel die Chance.
Kann ich mit niedriger Trefferquote profitabel sein?
Ja. Bei einem CRV von 1:2 genügt eine Trefferquote von etwa 35 bis 40 Prozent. Du darfst also öfter falsch als richtig liegen und verdienst trotzdem.
Welches CRV sollte ich mindestens anstreben?
Als Richtwert nur Trades mit einem CRV von mindestens 1:2. Setze Ziel und Stop, bevor du einsteigst, und verschiebe das Ziel nicht aus Gier nach hinten.